Newsletter bestellen
RSS Feed per Email abonnieren
NEU am MARKT durchsuchen
neu.am.markt
loading image

Archiv für die Kategorie „Arikel”

6000 gegen 1 - Guerilla Marketing

20. April 2009

6000 Werbebotschaften buhlen jeden Tag um unsere Aufmerksamkeit. Wollten wir diese alle bewusst wahrnehmen, würden wir wahrscheinlich innerhalb kürzester Zeit verrückt. Diese geballte Reizüberflutung erreicht beim Adressaten nur eins: perzeptive Abstumpfung bis hin zur Total-Verweigerung. Ein absoluter Alptraum für jeden Marketer. Die Kunden halten sich schon beim allerersten Ton die Ohren zu, lange bevor sie die Botschaft überhaupt vernommen haben. Anstatt das Marketingvolumen noch höher zu drehen, ist es nunmehr an der Zeit über Wirkungen nachzudenken.

Ihre Idee führt zum Erfolg

Eine gute Idee - sie ist seit jeher die wichtigste Ingredienz jeder guten Werbung: Sie macht eine Kampagne erst ungewöhnlich, überraschend und einprägsam. Wird jetzt noch innerhalb der anvisierten Zielgruppe mit möglichst geringem finanziellem Aufwand die optimale Wirkung erreicht, haben Sie es geschafft: Vor Ihnen steht die perfekte Definition von Guerilla Marketing.

Die Devise lautet: „Guerilla Marketing funktioniert branchenübergreifend und überall: online, offline, crossmedial und in Kombination mit „klassischen“ Werbemaßnahmen - wichtig ist ausschließlich die kreative Grundidee.“
Doch so einfach Guerilla Marketing nach außen hin verkauft wird, um so anspruchsvoller und komplexer ist die Systematik, die dahinter steckt: Guerilla Marketing ersetzt budgetäre Muskelkraft durch Strategie und Taktik. Guerilla Marketing ist die eigentliche Kunst des Marketings.

Die Kunst des Guerilla-Krieges

„Wenn du die anderen und dich selbst kennst, wirst du auch in hundert Schlachten nicht in Gefahr schweben; wenn du die anderen nicht kennst, aber dich selbst kennst, dann siegst du einmal und verlierst einmal; wenn du die anderen nicht kennst und dich selbst nicht kennst, dann wirst du in jeder einzelnen Schlacht in Gefahr sein.“ – so steht es in Sun Tzu – Die Kunst des Krieges.

Um einen Guerilla-Krieg zu gewinnen, ist es entscheidend, sowohl den Gegner, als auch das Terrain zu kennen, auf das man sich begibt. Eine fundierte Analyse des Marktes, der Mitbewerber und deren Werbemaßnahmen, sowie eine Recherche der Zielgruppenpräferenzen – das alles ist bei der Entwicklung einer erfolgreichen Guerilla Strategie eine absolute Notwendigkeit.

Erkennen Sie Ihren Vorteil

Sie sollten also sehr genau wissen, wie Ihre Gegner am Markt positioniert sind, welches Angebot sie haben und wo ihre Schwachstellen sind. Haben Sie einen besseren Service, sind Ihre Mitarbeiter flexibler, haben Sie die besseren Preise oder ist Ihr Ladenlokal verkehrsgünstiger gelegen? Machen Sie sich klar, wo Ihre Vorteile liegen, oder arbeiten Sie gezielt anhand der Defizite Ihrer Mitbewerber die positiven Aspekte Ihrer eigenen Unternehmung heraus. Guerilla Marketing bedeutet nichts anderes, als die Durchführung gut vorbereiteter Marketing-Aktionen, die strategisch wohlüberlegt sind und hinter denen zu gleichen Teilen Mut und Wissen steckt. Man muss nicht denken, dass es Guerilla Marketing vorher noch nie gegeben hätte – es hieß nur nicht so.

Gelungene Beispiele “Gibs nisch”?

Ein Beispiel, das die Wirkungsweise einer findigen Guerilla Marketing Aktion eindrucksvoll verdeutlicht, ist die Kampagne der fiktiven Firma „gibsnisch.de“. Diese warb in Anzeigen damit, günstigere Mietwagenpreise und einen besseren Service als SIXT zu haben. Bei einem Besuch auf der Internetpräsenz www.gibsnisch.de zerlegte sich das Angebot der Seite beim ersten Mausklick in seine Einzelteile und es erschien folgender Text: „Einen besseren Autovermieter als SIXT? Gibs nisch!“ Außerdem der Verweis auf www.sixt.de.
Das funktionierte auch sehr gut, dann tauchte plötzlich ein Angebot im Internet auf, das auf die Website www.gibsdoch.de verwies. Die kleine Autovermietung Starcar hatte sich die Popularität der Kampagne zu nutze gemacht und den Branchenriesen geschickt ausgekontert. Ein werbewirksamer Coup über den selbst die Financial Times Deutschland berichtete und eine klassische Guerilla Aktion, die das Unternehmen auf einen Schlag deutschlandweit bekannt machte.

So einfach kann Guerilla Marketing funktionieren: Es braucht nur eine gute Idee, die eine Lücke im grobmaschigen Marketingnetz der Großen geschickt ausnutzt. Damit wären wir bei einem weiteren großen Vorteil einer guten Guerilla Marketing Kampagne und dem Grund, warum „die gute Idee“ unter diesem militanten Namen eine Renaissance erlebt: Im Zuge des Internets findet die Verbreitung eines innovativen Kampagnengutes völlig autark und kostenneutral durch Mund-zu-Mund Propaganda nicht nur innerhalb der anvisierten Zielgruppe, sondern weit darüber hinaus statt. Kunden haben eben doch Geschmack, Sinn für Humor und eine Affinität zu guten und provokanten Ideen.

Auch die Presse greift gelungene Marketingaktionen gerne auf und berichtet ihrerseits über unkonventionelle und interessante Aktionen. Durch das Internet haben sich die Verfügbarkeiten von Informationen geändert, genau deshalb können kleine Unternehmen über dasselbe Medium und nahezu dieselben Kanäle auf Augenhöhe mit den Großen konkurrieren – wenn es Ihnen gelingt die Nutzer für sich zu gewinnen.
Wie schafft man dies? Richtig, mit einer guten Idee.

Es gibt viele weitere Beispiele für gutes Guerilla Marketing. Die Frage, ob es sich dabei tatsächlich um originelle Guerilla Aktionen handelt, oder das simple Ausnutzen von Schwächen der Mitbewerbern, darüber lässt sich streiten. Wir wollen Unternehmen an dieser Stelle Mut machen, zu experimentieren, ihre branchenspezifischen Erfahrungen zu nutzen, neue Wege zu gehen und Spaß an interessanten und innovativen Strategien zu finden. Besonders das Internet ist dafür sehr gut geeignet, weil Sie sich hier kostengünstig mit Ihren wichtigsten Mitstreitern verbünden können: Ihren Kunden.

Ein Guerillero kämpft unkonventionell

Grundsätzlich ist es äußerst schwierig Universal-Tipps für erfolgreiches Guerilla-Marketing zu geben, weil die Anforderungen extrem branchen-, unternehmens-, trendspezifisch sind. Trotzdem wollen wir ganz provokant einige wichtige Punkte ansprechen:

1. Es gibt keinen festen Zeitplan.
Sein Sie flexibel und wachsam. Schlagen Sie zu, wenn die Zeit reif ist und Ihre Konkurrenz mit einer nicht konsequent zu Ende gedachten Idee Ihrerseits aus der Deckung kommt. Greifen Sie Schwächen auf oder reagieren Sie intelligent und provokant auf die Kommunikationseinladung Ihrer Mitbewerber.

2. Es gibt kein festes Ziel.
Natürlich haben Sie als Unternehmer Ziele: Sie wollen mehr Kunden gewinnen, Ihre Marktanteile erhöhen, die Bekanntheit verbessern…etc. Aber auch hier müssen Sie Flexibilität beweisen. Sobald sich die Chance bietet, schlagen Sie zu. Dabei ist es erst einmal nicht entscheidend, wo sich das Loch in der Deckung befindet. Hauptsache, Sie sehen Ihre Chance und nutzen diese zu Ihrem Vorteil. Beobachten Sie Ihre Gegner ganz genau und suchen Sie eine Möglichkeit ihn intelligent mit seinen eigenen Waffen zu schlagen.

3. Es geht nicht nur um Ihr Produkt.
Sein Sie nicht verbissen darauf fokussiert kurzfristig Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung bekannter zu machen, sondern suchen Sie nach Synergien. Gibt es regional oder überregional interessante Nachrichten, Events oder Veranstaltungen, die Sie für sich nutzen können? Engagieren Sie sich sozial und suchen Sie Partner für Ihren Guerilla-Kampf.

Manchmal können Sie auch als regionaler Bäcker zwei um eine Einbahnstraße streitende Ortsgruppierungen zu einem gemeinsamen Frühstück an einen Tisch holen. Medienwirksam stehen Ihre Brötchen auf dem Tisch und Ihr Name in der Zeitung. Sein Sie einfallsreich. Sie sind schließlich ein Guerillero.

4. Viva la Marketing!
Starten Sie jetzt.

Autor dieses Artikels: Christian Scherg

Christian Scherg - CEO RevolvermännerChristian Scherg steht als Marketing Manager und Geschäftsführer der Agentur Revolvermänner für profundes Wissen, branchenübergreifende Erfahrung und marktorientierte Strategien bei effizientem Einsatz von Ressourcen.

Ein erklärtes Ziel des Marketingexperten und Kopf einer der führenden Online Marketing Management Agenturen Deutschlands ist qualifizierter Know-how-Transfer - sowohl in der Wirtschaft, als auch im akademischen Bereich.

Christian Scherg kann über die Agenturwebsite der Revolvermänner sowie auf Xing und Facebook kontaktieret werden.

So schützen Sie Ihre Marke oder Ihren Domainnamen

26. März 2009


Diesen Artikel anhören oder mp3 downloaden

Gerade für Unternehmer ist es oftmals nicht leicht einzuschätzen, wie weit der rechtliche Kennzeichenschutz reicht, wann Ihnen selbst ein Kennzeichenschutz zusteht bzw. wann eine Kollision mit Kennzeichenrechten Dritter zu Problemen führen kann. Das Markenrecht hat in diesen Fällen eine besondere Relevanz, die häufig insbesondere von Start-Up-Unternehmern unterschätzt bzw. vernachlässigt wird.

Das Markenrecht regelt den Rechtsschutz von Kennzeichen. Zu diesen geschützten Kennzeichen gehören Marken, geschäftliche Bezeichnungen und geographische Herkunftsangaben. Dabei kann ein und dasselbe Zeichen zugleich die Funktion verschiedener Kennzeichen erfüllen. Ein Zeichen kann etwa zugleich Produktkennzeichen als auch Unternehmenskennzeichen oder zugleich ein geographisches Herkunftskennzeichen sein.

Marken kennzeichnen Waren oder Dienstleistungen und können aus Wörtern, Buchstaben, Zahlen, Abbildungen, dreidimensionalen Gegenständen und aus akustischen Signalen bestehen. Deshalb unterscheidet man Wortmarken, Bildmarken, Dreidimensionalen Marken oder Hörmarken. Wortmarken sind Marken, die aus Wörtern, Buchstaben, Zahlen oder sonstigen Schriftzeichen bestehen und sich mit Mitteln der üblichen Druckschrift darstellen lassen. Bildmarken sind Bilder, Bildelemente oder Abbildungen. Wort-/Bildmarken bestehen aus einer Kombination von Wort- und Bildbestandteilen, oder aus Wörtern, die grafisch gestaltet sind. Dreidimensionale Marken sind gegenständliche Marken. Sie bestehen aus einer dreidimensionalen Gestaltung. Hörmarken sind akustische, hörbare Marken, also Töne, Tonfolgen, Melodien oder sonstige Klänge und Geräusche. Weniger bekannt sind Kennfadenmarken, welche farbige Streifen oder Fäden, die auf bestimmten Produkten angebracht sind, bezeichnen.

Unternehmenskennzeichen kennzeichnen Unternehmen und sind der Name, die Firma oder die sonstige Bezeichnung des Geschäftsbetriebs.

Werktitel als geschäftliche Bezeichnungen kennzeichnen Werke. Dabei handelt es sich um die Namen von Büchern, Zeitungen, Zeitschriften, Film- und Tonwerken oder vergleichbare Publikationen im Internet.

Geographische Herkunftsangaben kennzeichnen die geographische Herkunft von Waren oder Dienstleistungen.

Ein Markenschutz entsteht grundsätzlich durch die Eintragung des Zeichens in das Markenregister. Im Einzelfall kann er jedoch auch ohne Eintragung entstehen, wenn das Zeichen für bestimmte Waren und Dienstleistungen benutzt wird und dadurch einen bestimmten Bekanntheitsgrad erreicht hat.
Eine Marke kann nur eingetragen werden, wenn keine absoluten Schutzhindernisse bestehen. Absolute Schutzhindernisse sind z.B. fehlende Unterscheidungskraft, rein beschreibende Angaben, eine ersichtliche Irreführungsgefahr, ein in der Marke enthaltenes Hoheitszeichen oder ein Verstoß gegen die guten Sitten oder die öffentliche Ordnung. So sind z.B. Zeichen, denen jegliche Unterscheidungskraft fehlt oder die die betreffenden Waren und Dienstleistungen lediglich beschreiben, vom Schutz ausgeschlossen.

Anders als Marken können Unternehmenskennzeichen nicht in ein Register eingetragen werden und sind deshalb ab dem Zeitpunkt geschützt, in dem ihre Benutzung im geschäftlichen Verkehr als Kennzeichnung des Betriebs beginnt. Auch Werktitel können nicht eingetragen werden, sondern ihr Schutz beginnt durch die Veröffentlichung des entsprechenden Werkes unter dem Titel.

Durch das Markenrecht erwirbt der Inhaber einer Marke oder eines sonstigen Kennzeichenrechts das alleinige Recht, die Marke für die geschützten Waren und/oder Dienstleistungen zu benutzen. Dazu zählt auch das Recht, Dritten ein Nutzungsrecht an der Marke (Markenlizenz) einzuräumen oder die Marke zu verkaufen.

Gegen Verletzer seines Markenrechts kann der Markeninhaber Unterlassungs-, Beseitigungs-, Schadensersatz, Auskunfts- und Vernichtungansprüche geltend machen.

Wer eine eingetragene Marke besitzt, sollte sie auch benutzen. Eine Marke, die nach der Eintragung innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren nicht benutzt wurde, kann auf Antrag oder Klage wegen Verfalls gelöscht werden.

Kollision zwischen eingetragenen Marken und Domainnamen

Durch die Registrierung von Domainnamen werden dem Nutzer nur zivilrechtliche Nutzungsansprüche gegen andere Internet-User eingeräumt. Aber durch die Domain-Registrierung allein wird dem Inhaber nicht automatisch ein Recht an dem im Domainnamen enthaltenen Namen gegenüber einer erst später eingetragenen Marke eingeräumt.

Gleichwohl ist die Nutzung eines Domainnamens, der zum Zeitpunkt der erstmaligen Nutzung keine fremden Markenrechte verletzt, nicht unlauter. Oftmals hat der Inhaber der Domain erhebliche Investitionen in die Werbung für seinen Domainnamen geleistet.

Deshalb wird auf Konflikte zwischen geschützten Kennzeichen und Domainnamen das Kennzeichenrecht angewendet, so dass es im Kollisionsfall zwischen eingetragenen Marken und Domainnamen für die Domain auf den Zeitpunkt der ersten Benutzung für die mit dem Domainnamen verbundene Website ankommt.
Bei Bekanntheit des Domainnamens kommt es nach allgemeinen Regeln ohnehin nicht auf den Zeitrang an.

Ferner hat der Domaininhaber die Möglichkeit, durch Eintragung des Domainnamens als Marke beim Patentamt einen markenrechtlichen Schutz für sein Kennzeichen zu erlangen.

Eine anwaltliche Beratung ist hier aber sinnvoll und kann viel Geld und Zeit sparen.

Autor dieses Artikels: RA Dr. Christopher Tenfelde

Christopher TenfeldeRechtsanwalt Dr. Christopher Tenfelde studierte in Augsburg, Münster und Hannover Rechtswissenschaften und Politische Wissenschaft und ist Rechtsanwalt in der Markenrechtskanzlei “Rechtsanwälte am Kreuztor“.

Einen Ausbildungsschwerpunkt bildeten die Fachbegiete gewerblicher Rechtsschutz sowie Strafrecht. Hierfür belegte Christopher Tenfeld Fachanwaltskurse.

Heute sind seine Interessensschwerpunkte das Straf- und das Wirschaftsstrafrecht, das IT-Recht, der gewerbliche Rechtsschutz sowie das Verwaltungsrecht.

RA Tenfelde ist Mitglied des Deutschen Anwaltsvereins. Seine Partner und er können über die Website Ihrer Kanzlei sowie unter +49 (0)251 208 680 - 30 kontaktiert werden.

Dr. Christopher Tenfelde lebt in Münster, Deutschland.

Die 10 dümmsten Fehler von neuen Selbstständigen

20. März 2009


Diesen Artikel anhören oder mp3 downloaden

Vorwort

Steve Pavlina ist wohl der erfolgreichste Personal Develompent Blogger des Internet. Millionen Leser besuchen monatlich seine Website, tausende Besucher partizipieren in seinem Forum und auch sein 2008 erschienenes Buch “Personal Development for Smart Peolpe” kletterte noch vor dem offiziellen Erscheinungstermin die Amazon Bestsellerliste empor.

Dennoch ist Steve im deutsprachigen Raum bei weitem nicht so bekannt wie im globalen, englischsprachig dominierten Internet. Zu unrecht. Alleine auf seiner Website finden sich mehr als 700 gratis zugänglich Artikel die dem Leser ein tieferes Verständnis für Lebenszusammenhänge vermitteln.

Aus diesem Grund wird hier auf neu.am.markt in den nächsten Wochen eine fünfteilige Pavlina Serie mit ausgewählten Texten seiner Website in deutscher Sprache veröffentlicht. Allesamt sind es Artikel die helfen sollen Fehler zu vermeiden, die Produktivität zu steigern und als Resultat erfolgreicher zu sein. Natürlich werden diese fünf Artikel das Leben der Leser nicht vom Fleck weg ändern, aber sie sind ein sehr guter Start.

Die 10 dümmsten Fehler von neuen Selbstständigen

In den 14 Jahren, in denen ich jetzt nicht angestellt war, sind mir selbst eine Handvoll dummer Geschäftsfehler unterlaufen. Ich habe vielen Leuten dabei geholfen, ihr eigenes Unternehmen aufzubauen und einige bei ähnliche Fehlern beobachten. Dieser Rat richtet sich an Kleinunternehmer, insbesondere an Leute, die gerade ihr eigenes Unternehmen gegründet haben (oder noch Mitten in der Existenzgründung stecken).

1. An die falschen Leute verkaufen

Obwohl Umsätze für das Überleben eines jeden Unternehmens wichtig sind, müssen Sie Ihre Geschäfte nicht jedem anpreisen, den Sie treffen, einschließlich Freunden und Familie. Vielmehr ist es Zeitverschwendung zu versuchen, etwas an Leute zu verkaufen, die einfach nicht brauchen, was Sie anbieten.

An die falschen Leute verkaufen, heißt auch zu versuchen an jeden zu verkaufen. An einige Kunden kann man viel leichter verkaufen, als an andere. Meine Frau macht zum Beispiel Web Consulting für kleine Unternehmen. Sie hat gelernt, dass es mit manchen Kunden viel einfacher ist zu arbeiten, als mit anderen. Wenn ein potentieller Kunde pleite ist und sich wie besessen um jeden ausgegebenen Cent sorgt, wenn Kunden eine Webseite wollen, aber nicht wissen warum oder sie einfach das Internet nicht gut genug verstehen, werden sie langfristig gesehen keine guten Kunden sein. Tun Sie sich keinen Zwang an und sagen Sie „nein“ zu Kunden, die mehr Schwierigkeiten machen als sie wert sind. Lassen Sie stattdessen Ihre Konkurrenten verkaufen. Sie werden sich selbst viele Kopfschmerzen ersparen und Sie werden mehr Zeit haben, sich um die besten Kunden kümmern zu können.

Nur weil jemand daran interessiert ist mit Ihnen Geschäfte zu machen, muss das nicht bedeuten, dass Sie annehmen sollten. In dem ersten Jahr meines Unternehmens, sagte ich wahrscheinlich zu mindestens 50% der Leute „ja“, die auf mich zukamen und mir eine potentielle Geschäftsbeziehung anboten. Ich vergeudete viel Zeit damit, Geschäftsabschlüssen nachzulaufen, die für den Anfang einfach eine Nummer zu groß für mich waren. Ich nahm wahllos Einladungen zum Mittagessen an, von Geschäftsleuten, die nur mal sehen wollten, ob es eine Möglichkeit gibt, etwas zusammen zu machen. Nahezu keiner von denen hat mir auch nur einen Cent eingebracht. Wenn Sie glauben, ein Treffen ist sinnlos, dann ist es das wahrscheinlich auch. Pflegen Sie nicht wahllos Beziehungen, nur weil Sie denken, Sie müssen Beziehungen pflegen. Heutzutage nehme ich weniger als 1/10 solcher Einladungen an. Wenn mich ein Angebot nicht gleich anspricht, lehne ich es normalerweise ab oder ignoriere es. Manche Geschäftsbeziehungen sind es einfach nicht wert, weiterverfolgt zu werden. Lernen Sie zu den schlechten Angeboten „nein“ zu sagen, so dass Sie die Kapazität haben, „ja“ zu den goldenen Gelegenheiten zu sagen.

2. Zu viel Geld ausgeben

Bis Sie ein stetiges Einkommen haben, geben Sie nicht Ihr wertvolles Startkapital aus, es sei denn es ist unbedingt erforderlich. Ich gründete mein Computerspiel-Unternehmen mit ca. $20.000,- (mein eigenes Geld). Das Geld war schnell ausgegeben und kurz darauf nahm ich Schulden auf, um das Geschäft zu finanzieren. Leider hat das ursprüngliche Geschäftsmodell nicht funktioniert und es hat fünf Jahre gedauert, bis das Unternehmen schwarze Zahlen schrieb. Ich habe schnell gelernt, dass jeder Dollar, den ich in das Unternehmen investierte ein Dollar war, den ich durch Gewinne wieder hereinbekommen musste.

Im Jahr 2004 gründete ich ein Unternehmen zur Persönlichkeitsentwicklung mit nur $9,- Bargeld, obwohl ich deutlich mehr hätte ausgeben können. Ich hatte kein ausgefallenes Logo, kein schickes Web Design, keine Visitenkarten, nichts Festgelegtes. Ich hab nur für die Registrierung des Domainnamens bezahlt und das war´s. Das war alles, was ich ausgeben wollte bevor ich Einnahmen verbuchte. All die anderen Unkosten wurden mit den eingenommenen Gewinnen finanziert.

Ihr Geschäft sollte Gewinne einfahren, bevor Sie Geld „investieren“. Seien Sie sich im Klaren darüber, wie sie das Geld wieder hereinholen können.

Manche Unternehmen benötigen offensichtlich sehr viel Startkapital. Im Internetzeitalter können Sie jedoch auf sehr einfache Art und Weise mit Kleingeld ein lukratives Unternehmen gründen.

3. Zu wenig Geld ausgeben

Ebenso ist es ein Fehler, mit Ihrem Geld zu geizen. Lassen Sie Sparsamkeit Ihrer Effizienz nicht im Wege stehen. Nutzen Sie einen Vorteil aus qualifizierten Arbeitskräften, die bestimmte Aufgaben effizienter als Sie erledigen können. Erwerben Sie eine anständige Ausrüstung, wenn klar ist, dass diese ihr Geld wert ist. Strapazieren Sie Ihr Budget nicht durch den Kauf von extravaganten Möbeln, sondern erwerben Sie funktionale Möbelstücke, die Ihnen helfen produktiver zu sein. Benutzen Sie keinen antiquierten Computer mit veralteter Software, die Sie langsamer arbeiten lässt, wenn Sie sich etwas Besseres leisten können.

Es nimmt einige Zeit in Anspruch, ein Gespür dafür zu entwickeln, wann Sie das Geld zu großzügig ausgeben oder wann Sie zu sehr geizen. Wenn Sie gerade am Anfang stehen, holen Sie sich eine zweite Meinung ein. Häufig macht schon die Überlegung, eine zweite Meinung einzuholen die richtige Entscheidung klar. Falls der Aufwand der zweiten Meinung von jemanden, den Sie respektieren nicht gerechtfertigt ist, ist es wahrscheinlich ein Fehler. Auf der anderen Seite, gibt es Situationen, bei denen es schwer einzuschätzen ist, ob man Geld ausgeben soll oder nicht.

4. Auf eine falsche Fassade setzen

Viele Ein-Mann-Unternehmen reden von sich selbst als „wir“. Das ist etwas, was viele neue Unternehmer tun, aber es ist nicht notwendig. Es gibt überhaupt nichts Schlechtes an einem Ein-Mann-Unternehmen, insbesondere heutzutage nicht. Mein Spieleunternehmen war über die Jahre meistens ein „wir“, aber mein Persönlichkeitsentwicklungsunternehmen ist immer noch ein „ich“. Das VegFamily Magazin meiner Frau ist ein „wir“, da sie Personal angestellt hat, aber ihr Web Consulting Unternehmen ist ein „ich“. Es ist vollkommen in Ordnung sich auf ein Unternehmen in der Ich-Form zu beziehen, wenn Sie die einzige Person sind, die darin arbeitet. Vorzutäuschen, dass Sie ein „wir“ sind, tatsächlich sind Sie jedoch nur ein „ich“, ist ein bisschen dumm. Auf diese Art werden Sie sich keinen Respekt verschaffen. Sich selbst als „ich“ anzupreisen kann heutzutage sogar von Vorteil sein, da die Leute wissen, dass sie nur mit Ihnen Geschäfte machen und wenn Sie ein Versprechen geben, werden Sie auch derjenige sein, der es erfüllt. Versprechen von einem „wir“ sind manchmal nicht viel wert.

Wenn Sie erst seit kurzem selbstständig sind, täuschen Sie nicht vor, Sie wären etwas anderes. Legen Sie die Preise Ihrer Produkte und Dienstleistungen, für das Niveau Ihrer Fähigkeiten und Talente, angemessen fest. Mancher neuer Selbstständiger glaubt, er müsse Schauspieler werden. Das Unternehmen, dass er der Welt präsentiert ist reine Fantasie. Der Versuch, Ihre Kunden auf diese Weise zu täuschen, wird nach hinten losgehen. Wenn Sie so verzweifelt sind, Ihr eigenes Unternehmen aufzubauen, dass Sie dafür sogar lügen müssen, sollten Sie keine neue Existenz gründen. Wenn Sie keine reale Leistung erbringen können und keinen angemessenen Preis dafür verlangen, spielen Sie in der Geschäftswelt nicht mit. Erweitern Sie zuerst ein wenig Ihre Fähigkeiten.

5. Anzunehmen ein unterschriebener Vertrag wird eingehalten.

Ich habe diesen Fehler öfter gemacht, als ich zugeben möchte. Ich habe Verträge bei angeblich angesehenen Unternehmen unterschrieben. Sie waren überhaupt nichts wert, wenn der Geschäftsführer entschied, dass er den Vertrag lösen möchte, auch bei vollkommen unredlichen Gründen. Natürlich war ich im Recht, aber hätte ich vor Gericht ziehen sollen, um den Vertrag durchzusetzen? Nein, ich wollte lieber weitermachen und mich sinnvollen Beschäftigungen widmen.

Ein unterzeichneter Vertrag ist nur ein Stück Papier. Was hinter dem unterzeichneten Vertrag steht, ist eine Partnerschaft. Wenn etwas in der Geschäftsbeziehung schiefgeht, wird Sie der Vertrag nicht retten. Der Zweck eines Vertrages ist es, die Rollen und Verpflichtungen jedes Vertragspartners klar zu definieren. Es ist jedoch die Partnerschaft und nicht das Stück Papier, die den gegenseitigen Verpflichtungen Geltung verschafft. Als ich dies verstanden hatte, lenkte ich meine Aufmerksamkeit mehr auf die Beziehungen und kümmerte mich weniger darum was auf dem Papier stand. Meine Geschäftsabschlüsse liefen viel reibungsloser ab. Sobald Sie auf das Papier zurückgreifen, ist das Geschäft bereits in Schwierigkeiten. Kreative (und lukrative) Geschäfte weichen fast immer von dem Vertrag auf dem Papier ab. Einer meiner Anwälte, der an einem Dutzend Spielentwicklungsdeals gearbeitet hatte, sagte mir, dass kein Geschäft, dass er betreute, jemals genau den Vertrag widerspiegelte, die meisten waren nicht mal ähnlich. In vielen Fällen handelte es sich dabei um große Geschäfte, mit einer Menge Geld. Geschäftsbeziehungen ähneln persönlichen Beziehungen – sie nehmen Wendungen und ändern sich ziellos.

Schriftliche Verträge sind trotzdem notwendig, insbesondere, wenn Sie mit größeren Unternehmen, wo Leute kommen und gehen, Geschäfte abschließen. Diese Verträge sind jedoch zweitrangig zu Beziehungen. Machen Sie nur nicht den Fehler anzunehmen, dass der Vertrag das Geschäft ist. Der Vertrag ist nur der Schatten des Geschäfts. Das wirkliche Geschäft ist die Beziehung. Halten Sie Ihre Geschäftsbeziehung in guter Ordnung und Sie werden sich nicht viele Sorgen darüber machen müssen, was auf dem Papier steht.

Es ist traurig, aber wahr, es gibt eine Menge Halunken in der Geschäftswelt. Viele von ihnen haben Titel wie Geschäftsführer, Präsident und Finanzchef. Es gibt dort draußen tatsächlich Menschen, denen anscheinend nichts wichtiger ist als Geld. Sie lügen, betrügen und stehlen, um es zu bekommen. In den letzten Jahren wurden einige der Verachtenswertesten angeklagt (oder sind bereits hinter Gittern). Es gibt jedoch noch jede Menge anderer, für die das Wort Ehre keine Bedeutung hat. In der Computerspielbranche ist es z.B. für große Herausgeber nicht unüblich, Interesse an bestimmten Spielen vorzutäuschen und die Entwickler hinzuhalten. Sie geben dem Entwickler verschiedene Anhaltspunkte, dass das Geschäft kurz bevorsteht, aber alles was der Entwickler sieht sind Verzögerungen und falsche mündliche Versprechen. In Wirklichkeit möchte der Herausgeber das Spiel lediglich vom Markt fernhalten, damit es nicht mit einem der eigenen Titel konkurriert. Sie hoffen, dass die Herausgeber die nächste Weihnachtszeit verpassen oder dass Ihnen das Geld ausgeht und sie das Projekt komplett einstellen. Es passiert. Geschäfte, insbesondere in der Unterhaltungsindustrie, sind nichts für Ängstliche.

6. Gegen Ihre Intuition handeln.

Intuition ist im Geschäftsleben genauso wichtig, wie in anderen Bereichen. Sie würden sich wundern, wie viele große Geschäftsabschlüsse grünes oder rotes Licht bekommen, allein wegen des Bauchgefühls des Geschäftsführers. Wenn Sie denken, dass Logik das Geschäftsleben bestimmt, ist dies fern jeglicher Realität. Wenn Sie all ihre Geschäfte auf strenger Logik basieren und die Intuition ignorieren, werden Sie höchstwahrscheinlich viele Schäden erleiden.

Wir Menschen sind nicht sehr logisch veranlagt. Wir haben einfach nicht genug Informationen, um wirklich logische Entscheidungen zu treffen. Geschäfte hängen von Menschen ab und wir haben kein logisches System, um menschliches Verhalten genau vorherzusagen. Es reißt eine ziemlich große Lücke in unser logisches Denken, dass wir nicht in der Lage sind, vorherzusagen, wie sich andere Menschen verhalten werden. Die Intuition muss diese Lücke schließen. Das wirkliche menschliche Verhalten ist, was Geschäfte abschließen oder scheitern lässt. Jedoch anzunehmen, dass jeder sich so verhalten wird, wie erwartet ist extrem unrealistisch. Kein Geschäft wird jemals perfekt abgewickelt.

Es ist hart, „nein“ zu einem Geschäft zu sagen, welches wegen der Zahlen reizvoll erscheint. Wenn mein Bauch sagt: „Du wirst es bereuen.“, sehe ich später Anzeichen dafür, dass meine Intuition die ganze Zeit richtig lag. Dies passiert öfter, als dass mich mein Bauchgefühl im Stich lassen würde. Manchmal lese ich Schlechtes über jemanden. Jahre später beklagen sich mehrere Menschen, die ich kenne, darüber, dass sie von dieser Person über den Tisch gezogen wurden.

Intuition ist ein entscheidender Teil des Entscheidungsfindungsprozesses im Geschäftsleben. Da Geschäfte von Beziehungen abhängen, müssen Sie sich über alle Leute informieren, die an irgendeinem Geschäft beteiligt sind, das Sie in Betracht ziehen. Wenn Sie schlechte Informationen erhalten, lassen Sie es sein. Bei guten Informationen, fahren Sie mit Vorsicht fort.

7. Zu formell sein.

Ich werde es noch einmal sagen. Geschäfte bauen auf Beziehungen auf. In manchen Bereichen ist ein bestimmter Grad an Formalität angebracht. In den meisten Geschäftssituationen steht es Ihnen jedoch im Weg, zu formell zu sein. Geschäftsbeziehungen funktionieren am besten, wenn eine anständige Mensch-zu-Mensch Beziehung dahinter steht.

Ich denke, dass es ein Fehler ist, zu formell zu sein, sogar, wenn eine neue Geschäftsbeziehung angestrebt wird. Wenn mir jemand eine Email schickt, die mit „Dear Mr. Pavlina“ anfängt und dann dazu übergeht, einen langatmigen Geschäftsvorschlag zu unterbreiten, werde ich sie für gewöhnlich löschen, insbesondere wenn das Wort „wir“ sehr oft benutzt wird. Es ist besser eine Email mit „Hi Steve“ abzuschicken und mich einfach nur informell zu fragen, ob ich an dem Arrangement, an dem Sie interessiert sind, Interesse habe. Es spart Zeit und öffnet die Tür zu einer echten menschlichen Beziehung. Menschen wollen keine Beziehungen mit gesichtslosen Unternehmen aufbauen. Sie wollen nur Beziehungen mit anderen Menschen.

Behandeln Sie Ihre Geschäftsbeziehung wie eine Freundschaft (oder eine potentielle Freundschaft). Formalitäten errichten Mauern und Mauern sind einer guten Geschäftsbeziehung nicht förderlich. Niemand ist einer Mauer treu…außer der chinesischen.

Formalität ist langweilig und mühsam. Menschen wolle ihre Arbeit genießen. Wenn mich jemand wie ein Computer anspricht, antworte ich freundlich – indem ich die Löschtaste drücke. Wenn jedoch jemand zeigt, dass er eine echte Persönlichkeit und einen guten Sinn für Humor besitzt, ist eine Beziehung viel wahrscheinlicher.

8. Opfern Sie Ihre persönlichen Macken.

In den frühen Jahren meines Computerspielunternehmens, nahm ich mich selbst zu ernst und vermutete, dass ich „sachlicher“…was auch immer das bedeutete, auftreten müsste. Selbstständig zu sein, war eine große Verantwortung und andere Leute zählten auf mich. Untergehen oder schwimmen, richtig?

Ich gründete mein Spieleunternehmen in meinen frühen 20gern. Leute in den frühen 20gern sind ausnahmslos komisch. Ich nahm jedoch an, dass es unangemessen oder unakzeptabel wäre, wenn ich als Geschäftseigentümer merkwürdig bin. Deswegen sahen die meisten meiner Geschäftsbriefe und Emails so aus, als wären Sie von denselben Personen, die den Microsoft-Endbenutzer-Lizenzvertrag verfasst haben, geschrieben worden. Die Jobbezeichnung „Präsident“ stieg mir zu Kopf. Ich lernte ohne Persönlichkeit zu funktionieren.

Es dauerte ein paar Jahre, aber schließlich fühlte ich mich wohl, indem ich ich selbst sein konnte, insbesondere nachdem mein Spieleunternehmen Profite abwarf. Jetzt, da ich ein Blogger bin, sind meine persönlichen Eigenheiten und meine unüblichen Erfahrungen meine Stärke. Meine persönlichen Kuriositäten geben diesem Blog einen einzigartigen Geschmack. Wenn ich mich selbst zu ernst nehmen und formeller schreiben würde, wäre dieser Blog sehr langweilig und würde einen Großteil seines Publikums verlieren.

Es ist vollkommen in Ordnung, Ihr eigenes kurioses Ich zu sein und Ihren eigenen einzigartigen Geist in das Unternehmen einzubringen, besonders wenn Sie in Ihren Teenager-Jahren oder den 20gern sind. Fürchten Sie sich nicht davor, mehr wie Steve Jobs…und weniger wie Steve Ballmer zu sein. Geben Sie nicht vor, etwas zu sein, was Sie nicht sind. Sie werden Ihre Arbeit schließlich viel mehr genießen, wenn Sie diejenigen Kunden und Partner anziehen, die mit Ihnen arbeiten wollen für das was Sie selbst sind, mit allen Fehlern und Nachteilen. Senden Sie die Leute, die nur mit Robotern arbeiten wollen zu Ihren Konkurrenten. Die verdienen sich gegenseitig.

Wenn andere Leute mit Ihrer Ausgefallenheit nicht umgehen können, schade für die. Richten Sie Ihre Energie auf Leute, die es können.

9. Sie versäumen es, sich auf die Wertschöpfung zu konzentrieren.

Es ist nicht schwer in die Denkfalle zu geraten, dass es der Zweck eines Unternehmens ist, Geld zu machen. Der wirkliche Zweck eines Unternehmens ist jedoch die Wertschöpfung. Während es kurzfristig gesehen möglich ist, Geld zu machen ohne Werte zu schöpfen, ist es langfristig gesehen unhaltbar. Sogar kriminelle Organisationen müssen Wertschöpfung betreiben. Wenn Sie wissen, dass Ihr Geschäft von anderen nimmt, ohne im Gegenzug etwas zur Verfügung zu stellen, wird das an Ihrer Selbstachtung nagen und es wird nicht viel Spaß machen, das Unternehmen zu führen.

Warum existiert Ihr Unternehmen? Es existiert, um Ihnen und den Kunden einen gewissen Wert zur Verfügung zu stellen. Je besser Sie selbst verstehen, welche Werte Sie versuchen zu bieten, desto besser werden Sie sich darauf konzentrieren können. Der Grundnutzen, den mein Spieleunternehmen zur Verfügung stellt, ist mentale Unterhaltung. Der Grundnutzen von StevePavlina.com ist persönliches Wachstum. Viel zu oft sind sich Geschäftseigentümer nicht im Klaren darüber, welchen Wert sie versuchen bereitzustellen. Sie verkaufen lediglich Dinge und hoffen das Beste. Das ist ein schlechtes Geschäftsmodell. Die Welt braucht nicht noch mehr Verkäufe und noch mehr Zeug. Sie braucht und will jedoch echte Wertschöpfung und darauf sollten Sie Ihre Anstrengungen konzentrieren.

Zurzeit enthält meine Webseite mehr als 700 kostenlose Artikel. Das ist sehr viel Wertschöpfung. Tausende von Leuten besuchen die Seite jeden Tag und erhalten einen Wert. Den Leuten helfen, persönlich zu wachsen ist das primäre Ziel meines Unternehmens.

10. Sie versäumen es zu optimieren.

Obwohl für ein zukunftsfähiges Geschäft die Wertschöpfung unentbehrlich ist, ist es ebenso naiv, anzunehmen, dass Sie sich nur darauf konzentrieren können Werte zu schaffen und der Rest wird schon von alleine laufen. Sie können ein Unternehmen gründen, das gute Werte bietet, aber Geld verliert. Als Geschäftsinhaber müssen Sie einen Weg finden, Ihren Leistungen auf kosteneffektive Weise zu erbringen. Höchstwahrscheinlich wird Ihr erster Versuch verbesserungswürdig sein. Sie werden zu viel Zeit, Geld und Mittel vergeuden, Ihren Wert zu erschaffen und anzubieten. Es ist dennoch in Ordnung. Viele Unternehmen beginnen auf diese Art und Weise. Belassen Sie es nur nicht dabei.

Sobald Sie einen bestimmten Unternehmensablauf entwickelt haben, nehmen Sie diesen von Zeit zu Zeit auseinander und optimieren Sie ihn neu. Suchen Sie Wege, ihn effizienter zu machen. Können Sie es in weniger Zeit schaffen? Zu geringeren Kosten? Können Sie die Häufigkeit reduzieren? Können Sie outsourcen? Können Sie den Arbeitsablauf ganz verwerfen?

Ich habe die Bestellungen für mein Spieleunternehmen manuell verarbeitet. Ich habe das Unternehmen 1994 gegründet. Sobald ich eine Bestellung per Email oder über meine Webseite erhielt, benutzte ich eine Software, um Bestellungen über das Modem einzugeben und zu verwalten. Am Ende eines jeden Monats hab ich manuell die Umsätze zusammengerechnet. Das hat gut funktioniert, als die Umsätze niedrig waren, es wurde jedoch lästig als mehr Produkte vertrieben wurden und die Umsätze stiegen. Vor mehreren Jahren verbesserte ich den Prozess, so dass Onlinebestellungen, einschließlich des sofortigen Bereitstellens des Spieldownloads, voll automatisiert wurden. Alle Bestellungen werden in einer Datenbank gespeichert und ich kann mir Echtzeitberichte anschauen, um zu sehen, wie die Umsätze für jedes Produkt aussehen. Es hat etwas Arbeit gemacht, um die Verbesserungen umzusetzen, aber es war es wert. Diese eine Optimierung ersparte mir viel Zeit und Anstrengung und ich muss nicht mehr die hohen Gebühren für die Bestellabwicklung einer dritten Partei zahlen.

Geraten Sie nicht in die Falle, indem Sie veraltete Methoden verwenden, um Routineaufgaben zu erledigen, die automatisiert werden könnten. Das beinhaltet Inventuren, Abrechnungen, Buchhaltung, Auftragsbearbeitungen, Kommunikation und Marketing. Wenn Sie entdecken, dass Sie die gleichen, sich wiederholenden, Aufgaben Monat für Monat erledigen, stellen Sie sicher, dass Sie sich verstärkt um eine Optimierung kümmern. Wenn Sie nicht optimieren, ist es, als ob Sie das Geld zum Fenster hinauswerfen. Oft ist es viel einfacher, Zeit und Geld zu sparen, als sich diese aus den Fingern zu saugen.

Ein Internetunternehmen hat reichlich Möglichkeiten zur Optimierung, da es einfach ist, neue Sachen auszuprobieren und die Resultate zu begutachten. In dem ersten Jahr, nachdem ich meine Webseite gestartet habe, experimentierte ich ein wenig mit Google Adsense. Viele Leute mögen das Layout der Anzeigen auf meiner Seite nicht, aber es ist das effektivste Layout, das ich bislang getestet habe. Ich benutze es, weil es funktioniert. Das Hinzufügen der Spendenseite war eine andere Optimierung. Manche Menschen klicken auf die Werbung, manche Leute spenden und andere machen beides. Auch wenn Wertschöpfung das primäre Ziel eines Unternehmens ist, ist das immer noch ein gewinnorientiertes Unternehmen, welches Gewinne erzielen muss, um aufrechterhalten werden zu können. Wenn ich nicht esse, schreibe ich nicht. Mehr Geld bedeutet mehr Ressourcen für andauernde Wertschöpfung. Deswegen gehen Wertschöpfung und Optimierung Hand in Hand.

Es bedarf großer Anstrengung, ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, aber es ist auch eine enorme Erfahrung für das persönliche Wachstum. Ich kenne viele Leute, die Ihren Job an den Nagel gehängt haben, um Ihr eigenes Unternehmen zu leiten. Bei vielen von ihnen lief es nicht so gut, wie sie hofften, aber ich kenne niemanden, der es bereut, den Schritt gewagt zu haben. Es gibt einfach nichts Vergleichbares, als die Zügel und das eigene Schicksals in der Hand zu halten.

Übersetzung von Jana Hoffmann. Lesen Sie den Original-Text in Englisch.

Autor dieses Artikels: Steve Pavlina

Steve PavlinaSteve Pavlina is unbestritten einer der erfolgreichsten, wahrscheinlich der erfolgreichste Personal Development Blogger des Internet. Sein Blog zieht Monat für Monat weit mehr als eine Million Leser an. Steve ist dabei aber kein One-Hit-Wonder.

2004 hat Steve Pavlina, nach einer Karriere als selbstständiger Computerspielprogrammierer, seine Passion zum Beruf gemacht, um mit seiner Website und den über 700 darauf gratis abrufbaren Artikeln Menschen zu helfen, Ihr Potential auszuschöpfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen und glücklich zu leben.

Tausende seiner Website Besucher machen auch sein Personal Development Forum zu der ersten Anlaufstelle für themenbezogene Diskussionen, Fragen oder Networking.

Steve Pavlina wurde bereit von Medien wie der New York Times, USA Today, U.S. News & World Report, der Los Angeles Daily News, Self Magazine oder The Guardian als Experte zitiert.

Im Herbst 2008 erschien Steve’s erstes Buch “Personal Development for Smart People“. Auch dieses Werk, das nicht darauf abzielt nur die Artikel der Website wiederzugeben, sondern ein neues Verständnis und neue Grundregeln zur Persönlichkeitsentwicklung zu etablieren, ist ein großer Erfolg. Schon kurz nach der Ankündigung und noch lange vor dem Erscheinungsdatum kletterte es die Amazon Bestsellerliste empor.

Doch Steve’s Lebensweg hatte ursprünglich wenig vielversprechend begonnen. Wegen schweren Diebstahls wurde er im Alter von neunzehn verhaftet und verbrachte mehrere Tage in einer Zelle. Darauf wurde er der Schule verwiesen und war gezwungen sich entweder neu zu orientieren oder diesen wenig rühmlichen Weg fortzusetzen. Auch über diesen Lebensabschnitt schweigt Pavlina in seinen Texten nicht. Er benutzt ihn sogar um seinen Lesern glaubhaft vermitteln zu können, dass alles erreichbar ist.

Steve lebt mit seiner Familie in Las Vegas, Nevada, USA.

Steve Pavlina kann über seine Website sowie über Facebook, Twitter oder LinkedIn kontaktiert werden.

So schreiben Sie erfolgreiche Texte für Ihr Unternehmen

16. März 2009


Diesen Artikel anhören oder mp3 downloaden

Carry Bradshaw in „Sex and the City“ konnte es, Polly Adler ist Kult am Wochenende und hundert begabte Werbetexter beweisen es uns jeden Tag aufs Neue mit flotten Werbesprüchen: Worte können uns gefangen nehmen.
Ob geschrieben oder gesprochen, ob als Geschichte verpackt oder mit knallharten Fakten, immer wird Information weitergegeben und es wird kommuniziert.

Aber wie schafft man es, den Leser bei der Stange zu halten? Und wie vermittelt man wichtige Inhalte so, dass sie auch nachhaltig im Gedächtnis bleiben?

Schreiben ist gar nicht so schwer. Entweder Sie engagieren einen professionellen Texter, der Ihre Inhalte in die richtigen Worte kleidet, oder Sie probieren es einfach selbst. Dabei gibt es Dinge, die man beachten sollte und andere, die man am besten vermeidet. Also – frisch drauflos:

Die Do´s

Bevor Sie überhaupt mit dem Schreiben beginnen, lohnt es sich, einige grundsätzliche Fragen im Vorhinein zu klären, damit am Ende nicht die ganze Arbeit umsonst war.

Das Thema des Textes entscheidet

Am wichtigsten ist das Thema Ihres Textes. Man muss kein Experte sein, um über ein bestimmtes Thema schreiben zu können, ausgenommen es geht um eine wissenschaftliche Arbeit. Sonst kann man sich das nötige Fachwissen durch gezielte Recherche relativ rasch aneignen. In einem Artikel oder auch im Werbetext kann man Experten als Testimonials zu Wort kommen lassen, um dem geschriebenen Wort fachliche Kompetenz zu verleihen. Als Autor tritt man besser in den Hintergrund, das Thema nicht die schreibende Person steht im Mittelpunkt.

Trotzdem gibt es Themen, die einem mehr liegen als andere. Vermeiden Sie daher, Spezialist auf allen Gebieten sein zu wollen. Ich persönlich würde z. B. nie für ein IT-Unternehmen Texte schreiben. Einfach weil mein technisches Wissen und Verständnis nur für die Anwendung von PC und Handy reichen und mir schon die Sprache der IT- Branche komplett unverständlich ist. Daher: „Hände weg!“
Es ist besser, einmal einen Text abzulehnen, als langfristig seine Glaubwürdigkeit zu untergraben.

Die Zielgruppe muss definiert sein – Kunden oder Fachpublikum?

Wenn es sich bei der Zielgruppe der Leser um potentielle Kunden handelt, ist die Intention für den Text klar. Sie wollen verkaufen und informieren. Dafür müssen Sie die Zielgruppe genauer definieren. Haben Sie es mit jungen Wilden zu tun oder richten Sie sich an seriöse Geschäftspartner. Die Zusammensetzung der Leser entscheidet später über den Stil des Textes.

Eine Herausforderung beim Schreiben von werblichen Texten ist immer wieder, aus fachlich schwierigen Themen, leicht verständliche und trotzdem inhaltlich richtige Informationen zu machen. Sie dürfen bei Ihrer Zielgruppe nicht zu große Vorkenntnisse über fachliche Details voraussetzen. Komplizierte Inhalte müssen daher einfach und unterhaltsam kommuniziert werden.

Ganz anders stellt sich die Sachlage dar, wenn der Text für ein Fachpublikum bestimmt ist. Hier können Sie fundiertes Wissen zum Sachgebiet voraussetzen und sollten in Sprache, Stil und Wortwahl auf die jeweilige Gruppe eingehen. Dazu eignen sich Experten sehr gut, die man im Text zum jeweiligen Thema zu Wort kommen lässt, und die so dem Ganzen Kompetenz und Glaubwürdigkeit verleihen.

Wie lang darf der Text sein?

Oft ist man versucht, einfach frisch fröhlich drauflos zu schreiben. Das kann aber manchmal auch ganz schön „in die Hose gehen“. Bevor Sie anfangen, kümmern Sie sich um das Ende. Das heißt, legen Sie fest, wie lange Ihr Text werden soll. Das gilt sowohl für einen Verkaufsbrief, ein Direkt Mail aber auch für einen Fachartikel. Nur so können sie sicher sein, dass es am Ende nicht heißt: „Zurück zum Start.“

Ein kurzes Rohkonzept gibt dem Text die nötige Struktur

Sobald die Länge des Textes fixiert ist, erstellen Sie ein Rohkonzept. Dazu reicht es, sich ein paar Fragen vorab zu beantworten und eventuell gleich die dazu passenden Ideen zu skizzieren. Das erleichtert danach die genauere Ausführung und zeigt gleich auf, ob noch zusätzliche Recherchen oder Interviews nötig sind.

Kurze Checkliste:

1. Welche Punkte/Informationen müssen im Text vorkommen
2. Wie gestalte ich den Aufbau: Headline, Einleitung, Gliederung der Hauptaussagen, Schlussstatement
3. Zusatzinfos: Brauche ich noch zusätzliche Aussagen von externen Testimonials zur Verstärkung meiner Aussagen. Wenn ja, gleich eine Liste anführen, wer dafür in Frage kommt und was die Person an Informationen bringen soll.
4. weiterführende Recherchen:Zu welchen Punkten muss noch recherchiert werden. Woher bekomme ich die nötigen Informationen.

Eine gute Recherche gibt dem Text Aussagekraft

Bei allem was Sie schreiben steht die zu vermittelnde Information im Mittelpunkt. Auch wenn Sie glauben, über das Thema gut informiert zu sein, lohnt sich eine kurze Recherche immer wieder. Dazu müssen sie nicht mit -zig Experten sprechen oder Bibliotheken durchwühlen. Heutzutage bietet das Internet die einfachste und schnellste Möglichkeit sich Informationen zu verschaffen. Aber nicht alles ist Gold was glänzt. Und gerade darum sind auch die Informationen aus dem Internet mit Vorsicht zu genießen.
Prüfen Sie recherchierte Fakten immer auch ein zweites Mal nach, ob die Aussagen richtig sind, bevor Sie sie in ihrem Text verwenden.

Was folgt ist das Schreiben!

Nun beginnt das wirkliche Texten. Sie müssen den Leser in den ersten zwei Sätzen gefangen nehmen, sonst haben Sie ihn verloren. Die Gestaltung von Werbetexten ist relativ frei. Sie können die Information sachlich präsentieren oder in eine Geschichte verpacken. Sie können provozieren oder schmeicheln. Sie können neugierig machen oder unterhalten.

Für welche Art Sie sich auch entscheiden, immer muss dabei der Nutzen für den potentiellen Kunden im Mittelpunkt stehen.

Der Text wird nur dann ankommen, wenn der Kunde erkennt, welchen Vorteil er von der angepriesenen Sache hat. Denn er kauft ein Produkt oder eine Dienstleistung nicht wegen der netten Story, sondern um sich damit etwas Gutes zu tun. Und genau das müssen Sie ihm vermitteln.

Die Dont´s:

Unstrukturierte „Textschlangen“ schrecken den Leser ab. Nicht nur die ersten zwei Sätze sondern bereits der erste Blick auf den Text entscheidet beim Leser, ob er sich darauf einlässt oder nicht. Daher vermeiden Sie endlose Textschlangen, ohne Unterbrechungen und Absätzen. Der Leser möchte noch bevor er mit dem Lesen beginnt wissen, ob der Text für ihn interessant ist oder nicht.

Das schaffen Sie, indem Sie Textblöcke mit Zwischenüberschriften versehen, die das Thema erkennen lassen oder weiterführen. Wichtige Aussagen heben Sie hervor. Damit erhält der Leser einen optischen Leitfaden durch das textliche Gewirr, der ihm bereits einen Teil der Information vermittelt, ohne dass er sich dafür ins Detail vertiefen muss.

Die Mehrzahl der Leser beginnt mit dem ersten Absatz, um dann sofort zum Ende zu springen. Daher ist es wichtig den Schluss nicht mit hohlen Floskeln sondern mit wertvoller Information zu füllen, um das Interesse für mehr zu wecken.

Fachchinesisch und Fremdwörterexzesse stoppen den Lesefluss

Was beim Schreiben von Reden gilt, gilt auch beim Schreiben für Texte. Vermeiden Sie komplizierte Fachtermini soweit wie möglich. Auch bei einem ausgesuchten Expertenpublikum werden Sie mehr Eindruck machen, wenn Sie sich auf ein Minimum an schwierigen Fremd- und Fachwörtern beschränken. Nicht die Quantität des eingesetzten Fachjargons sondern die Qualität ihrer Aussagen wird überzeugen. Und wirklich gut ist nur der, der schwierige Inhalte leicht und verständlich vermitteln kann.

Nichts versprechen was man nicht halten kann

Besonders beim Texten für Werbung und Pressemitteilungen ist man oft versucht, Dinge schön zu färben und etwas dicker aufzutragen als die Fakten wirklich hergeben. „Wehe, wenn es jemand merkt!!!“
Wenn die Glaubwürdigkeit einmal verloren ist, dauert es lange Zeit, enttäuschte Konsumenten, Leser oder Presseleute wieder ins Boot zurück zu holen.
Schreiben Sie daher frech, provozieren Sie und loben Sie die Stärken ihres Produktes oder Ihrer Idee – aber halten Sie sich dabei immer an die Fakten!

Recherchen ja, Kopieren nein

Es geht so leicht und ist gerade in Zeiten akuten Zeitmangels sehr verlockend. Bei diversen Recherchen treffen wir auf Texte und Inhalte, die bereits veröffentlicht wurden und herrlich zu unserem Thema passen würden. „Fällt ja eh keinem auf, wenn ich das mal schnell herunterlade und in meinen Text einfließen lasse!“, falsch gedacht. Denn irgendjemand kommt irgendwann einmal dahinter. Und dann hört der Spaß auf.
Also Beschränken Sie sich beim Recherchieren immer darauf, Fakten zu sammeln und zusammenzutragen. Die Umsetzung in Ihrem Text muss von Ihnen kommen und authentisch wirken.

Das Ende ist der Anfang

Schreiben soll Spaß machen und beim Leser Gefühle wecken. Denn Informationen, die wir mit Gefühlen assoziieren, merken wir uns besser. Daher lassen Sie sich ruhig von Ihrem Bauchgefühl leiten und beim Texten verführen. Am Ende vergessen Sie aber nicht auf eine Korrekturphase, und prüfen Sie den Text auf eventuelle Ungereimtheiten und unklare Formulierungen.

Und dann wird klar, dass Texten keine Kunst ist, sondern Freude an der Sprache und Freude an der Kommunikation. Und diese Freude wollen Texter teilen, mit Kunden, Kollegen, Freunden oder Fachleuten.

Autor dieses Artikels: Caroline Salzer

Caroline SalzerCaroline Salzer, Jahrgang 68, arbeitet seit dem jahr 2001 als freie Texterin für Kunden wie für den Tiergarten Schönbrunn, Wellness + Beauty oder Scheiders.

Caroline hat die Fachchule für “International Management Assistant” abgeschlossen und 6 Monate am Santa Monica College, Los Angeles, USA studiert. Weitere Erfahrung hat Sie bei Radio CD International, Palla, Koblinger & Partner Werbeagentur undK 3 – Die Werbeschmiede gesammelt.

Caroline Salzer ist verheiratet und lebt mit Ihrer Familie in St. Pölten, Österreich.
Über Ihre Website http://www.woertlich.at kann Caroline kontaktiert werden.

Kluges Outsourcing um es mit den Großen aufnehmen zu können

14. März 2009


Diesen Artikel anhören oder mp3 downloaden

In seinem Buch, “The World is Flat“, sagt Thomas Friedman Folgendes:

„Wir zerlegen jede Aufgabe in Einzelteile, standardisieren diese und schicken sie um die ganze Welt zu demjenigen, der sie am besten erledigen kann…dies ist keine gewöhnliche Revolution, es ist eine Bedeutende.“

Wir haben die Auswirkungen von Outsourcing in der Fertigungsindustrie beobachten können. China, mit seinen enormen Reserven an freien Arbeitskräften, scheint alles zu produzieren, angefangen von Spielzeug bis hin zu Autos. Wann haben Sie das letzte Mal ein Produkt gekauft, auf dem nicht „Made in China“ stand?

Die Idee, Aufgabenbereiche aufzusplitten und Sie um die Welt zu schicken ist nicht vollkommen neu. Für die verarbeitende Industrie hat es schon immer Sinn gemacht, die Arbeit an Leute abzugeben, die bereit sind hart anzupacken und Aufgaben zu geringeren Kosten zu erledigen.
Jetzt ändert sich jedoch ein Aspekt grundlegend. Die Vorteile von Outsourcing sind nicht länger nur großen Unternehmen, die große und teure Produkte herstellen, vorbehalten. Mit der Verbreitung der Technologie und der Entwicklung von Web 2.0 ist es heutzutage für zwei Individuen (oder zwei Unternehmen) leichter als je zuvor, in Verbindung zu treten und an wissensbasierten Projekten zusammenzuarbeiten.

In den vergangenen Jahren habe ich ungemein davon profitiert mit Webentwicklern in Indien, China und Armenien zusammenzuarbeiten. Ich arbeite außerdem mit einem virtuellen Assistenten namens Neeti aus New Delhi zusammen. Neeti kümmert sich um all meine Reisearrangements, um Dateneingaben, Bestellungen, Marktforschung und, der Favorit meiner Frau, gelegentliche Erinnerungen an bevorstehende Geburts- und Jahrestage.

Ziel dieses Artikels ist es, Sie über einige Hilfsmittel zu informieren, die ich wirksam eingesetzt habe, um mein eigenes Unternehmen, Advanced Advocates, zu gründen.

Geringere Zugangsbarriere…

Ein Unternehmen zu gründen, war für gewöhnlich teuer! Die Leute mussten Freunde und Familie um Geld bitten, Risikokapital aufbringen oder ihre Ersparnisse bei hochriskanten Unternehmungen einsetzen. Sie mussten, bevor auch nur ein einziger Dollar verdient war, Mitarbeiter anstellen, Computer, Programme und Büromöbel kaufen und Büroräume mieten. Mit solch hohen anfänglichen Investitionen war das Spielfeld auf Menschen begrenzt, die sich leicht Zugang zu Geldmitteln verschaffen konnten.

Jetzt können Unternehmen die Kosten für eine Existenzgründung reduzieren, indem sie die Möglichkeiten der freien Bezugsquellen zu ihrem Vorteil nutzen. Falls Sie es noch nicht getan haben, ist es eine sinnvolle Investition Ihrer Zeit, Google Apps unter die Lupe zu nehmen. Für gerade einmal $10 und in weniger als 5 Minuten, kann eine Person einen Domain-Namen erwerben und Emailkonten für 50 Leute einrichten. Der Service umfasst kostenfreie Textverarbeitung, Emails, Kalender, Instant Messaging und all die anderen coolen Google-Anwendungen…ohne Kosten!
Damit müssen Sie jetzt wirklich nicht mehr Server kaufen, lokale Netzwerke einrichten und für jeden Angestellten die Microsoft Office Suite kaufen. Mit Google Apps können sie ganz einfach Leute im Ausland anbinden und diese auf Stundenbasis bezahlen. Alle meine Kundenanfragen werden z.B. von Neeti bearbeitet, weniger Unkosten, weniger Büroraum (falls überhaupt vorhanden), weniger Hindernisse und mehr Effektivität.

Aber mit einer geringeren Zugangsbarriere…

…gibt es auch mehr Konkurrenz. Outsourcing ist großartig, um innovative Firmen ohne teure Finanzierung zu gründen. Da diese Möglichkeiten allerdings jedem offen stehen, brodelt ein lebhafter, globaler Konkurrenzkampf um Dollar, Yen, Euros, Rands und Rupien.

Zu Zeiten unserer Kindheit, konkurrierten unsere Eltern mit anderen Leuten aus ihrem persönlichen Umfeld. Waren sie ein hohes Tier, standen sie in Konkurrenz mit anderen Leuten des Landes.

Wenn Sie heutzutage einen Job haben, der daraus besteht am Computer zu arbeiten, konkurrieren Sie mit Menschen aus aller Welt, die gewillt sind für bedeutend weniger Geld hart zu arbeiten. Und diese geniale Idee, die Sie haben, die Idee die Sie zu geringen Kosten umsetzen können, Sie sollten schnell handeln, da es für eine andere Person ebenso leicht ist die Idee zu verwirklichen. Heutzutage macht die Fähigkeit eines Menschen, Ideen sachkundig auszuführen den bedeutenden Unterschied aus.

Geringere betriebliche Kosten

Befreien Sie sich von den verwaltungstechnischen Kopfschmerzen. In seinem Buch “Here Comes Everybody” führt Clay Shirky aus, dass die administrativen Kosten exponentiell und nicht linear steigen, je mehr Leute involviert sind. Mehr Leute bedeuten mehr Kosten. Das sind die Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung, Bürokosten, Instandhaltungen, Extrazahlungen, höhere Gehälter, Arbeitslosenversicherung, Arbeiterunfallversicherung, Versicherung der Versicherung usw. Wenn Sie Aufgaben ausgliedern, zahlen Sie gewöhnlicherweise einen geringen Stundensatz und Sie müssen sich wegen der Verwaltungstätigkeiten kein Kopfzerbrechen mehr machen.

Seien Sie jedoch vorsichtig. Es herrscht nicht immer eitler Sonnenschein. Es gibt einige Herausforderungen, die eng mit der Ausgliederung von Aufgaben verbunden sind. Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus sind indische Programmierer nicht so bewandert wie einheimische Programmierer. Ich konnte sagen: „Machen Sie dieses Feature dem von Facebook ähnlich…“ und der indische Programmierer hatte keine Ahnung. Ich musste fortwährend jedes Feature der Seite erklären. Es bedurfte sehr viel Zeit und Geduld. Somit erhalten Sie beim Outsourcing nicht wirklich einen gleichwertigen Service zu geringeren Preisen.

Wenn Ihre Zeit wertvoll ist und Sie mehr als genug Geld haben, halten Sie sich an die altbewährten einheimischen Programmierer. Ich konnte mir diesen Luxus nicht leisten. Ich hab mich dazu entschieden, mit den indischen Programmierern ein Grundmodel zu erarbeiten, das Unternehmen aufzuziehen und die Seite professionell zu überarbeiten, wenn die Firma Gewinne einbringt und sich die Seite auf dem Markt bewährt hat. Das kann jeder machen, auch Sie.

Außerdem ist es schwer festzustellen, ob die Personen im Ausland seriös sind. Bei Elance.com gibt es eine Benutzerbewertung, die dabei hilft. Aber dennoch, zahle ich für ein Unternehmen mit über 50 Angestellten oder nur für irgendein Gymnasiasten, der aus den Kellerräumen seines Elternhauses agiert? Es ist unmöglich das zu unterscheiden. Geben Sie Acht, führen Sie über Skype Telefonate und vertrauen Sie Ihren Instinkten.

Machen Sie was Sie am besten können und gliedern Sie den Rest aus

Die Kosten sind nicht die einzigen Faktoren, die berücksichtigt werden müssen, wenn Sie Aufgaben ausgliedern. Die Regeln der Logik finden immer noch Anwendung, wenn Sie Aufgaben outsourcen und die Qualität Ihres Angebots Schrott ist. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Aufgaben, die Sie am besten erledigen und gliedern Sie alle anderen an Experten aus. Ob Sie nun global outsourcen oder die Aufgabe nur an ein Unternehmen am anderen Ende der Straße ausgliedern ist egal. Seien Sie ein Experte auf Ihrem Gebiet und setzen Sie das Fachwissen anderer wirksam ein, um andere Aspekte Ihres Geschäfts zu bewältigen.

In der Vergangenheit mussten Unternehmen alle Prozesse zu Ihren Produkten in der Hand haben und kontrollieren können. Heutzutage liegt der Schwerpunkt auf horizontaler Zusammenarbeit. Die Gewinnerunternehmen sind die, die in der Lage sind, sich mit anderen Anbietern horizontal zu organisieren, um ein Weltklasseangebote zu erschaffen. Wie schon Seth Godin sagte: Klein ist das neue Groß. Anstatt zu groß zu werden, mit zu vielen Angestellten und zu großer institutioneller Last, bleiben Sie schlank und agil. Wenn Ihr Unternehmen ein innovatives Saftprodukt verkauft und dieses zu einer Massenware geworden ist, dann wechseln Sie die Lieferanten und erschaffen ein neues Produkt. Es ist so einfach.

In der Vergangenheit hatte Boeing jeden Produktionsarbeitsgang seiner Flugzeuge inne. Boeing stellte buchstäblich jede Person an, die seine Flugzeuge berührte. Jetzt entwerfen unabhängige Auftragnehmer in Russland die Flügel, Menschen in China entwickeln das Cockpit und das Flugzeug wird in den USA zusammengebaut. Boeing ist kleiner geworden, das Denken jedoch größer.

Wenn Anwälte die Hitze des Gefechts spüren, sollte das jeder.

Als Rechtsanwalt liegt mir viel daran und ich bin sehr an diesem Thema interessiert. Ich habe in meinem Blog, Next Generation Law, darüber geschrieben. Anwälte in den USA haben bislang sicher und bequem in einer Seifenblase, geschützt vor ausländischer Konkurrenz, gelebt. Allerdings ändern sich die Zeiten rasch, da das Outsourcen rechtlicher Dienstleistungen (legal process outsourcing LPO) immer mehr an Beliebtheit gewinnt.

Statt Mitarbeitern, die frisch von der Universität kommen, für leichte Arbeit $250 pro Stunde zu zahlen, gibt es bewährte Rechtsanwälte in Indien, die die gleichen Aufgaben für $30 pro Stunde erfüllen können. Vorausgesetzt, die Aufgaben sind auf einfache Recherchen und Schreiben beschränkt.

Trotzdem gibt es dem Einzelanwalt oder einer kleinen Rechtsanwaltskanzlei die Möglichkeit verschiedene Arbeiten auszugliedern und für die Mandanten mehr Aufgaben zu geringeren Kosten zu bewältigen. Ich habe den Ausschnitt einer Email beigefügt, um deutlich zu machen, was auf uns zukommt. Russel Smith, der Gründer der internationalen Anwaltskanzlei SDD Global in Indien versandte diese Nachricht an seine Freunde.

Beigefügt ist unser Schriftsatz aus dem Los Angeles-Fall, in dem SDD Global mitgewirkt hat und auf der Unterschriftenseite gelistet ist…Mir gefällt insbesondere, dass wir es unseren gemeinsamen Mandanten ermöglichen, in leichtsinnigen Prozessen Widerstand zu leisten, die in der Vergangenheit geschlichtet worden wären nur um die exorbitanten Gebühren der Großkanzleien zu vermeiden, während wir gleichzeitig helfen „faire Voraussetzungen“ für die Kanzleien des Klägers zu schaffen.

Das sind kraftvolle Worte, die die bedeutenden Veränderungen widerspiegeln. Die Anwälte von heute können „Ein-Mann-Armeen“ sein, die dem Mandanten zu niedrigen Preisen helfen können, es mit großen Unternehmen aufzunehmen. Wenn Anwälte gegen Outsourcing kämpfen müssen, warum nicht auch Sie.

Wie legen Sie los?

Wie die großartige Mary Kay Ash sagen würde: “Vergeuden Sie nie Dollar-Zeit, um Penny-Arbeit zu machen.“ Ich empfehlen Ihnen das Buch “Die 4-Stunden Woche” von Tim Ferriss. In seinem Buch werden Sie alle möglichen Wege, Arbeit auszugliedern, finden. Es gibt einige elementare Hilfsmittel, die Ihnen helfen Kontakte mit qualifizierten Menschen weltweit zu knüpfen. Ich habe eine kurze Liste aufgestellt, die Ihnen für den Anfang helfen wird. Natürlich hängt die Relevanz der unten genannten Vorschläge von Ihrem individuellen Unternehmensmodell ab.

1. Skype: Mit Skype können Sie kostenlos mit jedem Menschen auf der Welt kommunizieren. Ich habe noch nie einen Dienstleistungsanbieter gefunden, der keinen Skype-Account hatte. Skype ist kostenlos und einfach zu nutzen. Es bietet Desktop-Sharing an. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, dem Provider zu zeigen, was Sie auf dem Bildschirm sehen. Es ist eine großartige Chance die Programmierer mithilfe von Screenshots herumzuführen und ihnen deutlich zu machen, was Sie erwarten. Skype hat einen tollen Sofortnachrichtendienst.

2. Google Apps: Wenn Sie Leute im Ausland problemlos in Ihre Arbeitsablauf einbinden wollen, dann macht es Ihnen Google Apps sehr leicht. Es ist einfach die zusätzlichen Emailadressen anzulegen (mit kostenfreiem Webhosting) und es erleichtert es mehreren Leuten zusammen an Dokumenten, Tabellen und Präsentationen zu arbeiten. Es ist ein starkes Arbeitsmittel. Wenn Sie die Server und die IT-Infrastruktur bereits besitzen, können Sie das Gleiche mit einem virtuellen Netzwerk vollbringen. Wenn Sie bei Null anfangen, vergessen Sie die teuren IT-Anlagen, die Instandhaltung und Upgrades benötigen.

3. Elance: Gott sei Dank gibt es Elance! Elance ist eine Projektmanagementseite, die Projektleiter (Sie) mit Talenten aus der ganzen Welt in Verbindung setzt. Es ist sicher und sehr seriös. Ohne Kosten können Sie Ihre Projekte auf der Seite anbieten und die Angebote durchsehen, sobald diese abgegeben wurden. Wenn Sie ein Projekt anbieten, wählen Sie die Kategorie, beschreiben kurz die Tätigkeit und machen Angaben über Ihr Budget. Elance hat ein großartiges Bewertungssystem, dass Ihnen helfen wird qualifizierte Leute auszuwählen.

4. Get a Freelancer: Um ehrlich zu sein, habe ich diesen Service noch nie in Anspruch genommen. Aus verlässlicher Quelle weiß ich allerdings, dass es mindestens so gut wie Elance ist, wenn nicht sogar besser. Es ist eine ähnliche Plattform, auf der Leute Kontakte knüpfen und die größten Talente finden können.

5. PayPal: Es ist ein Muss. Wenn Sie noch kein PayPal-Konto haben, aber über Outsourcing nachdenken, ist es an der Zeit sich anzumelden. PayPal ist eine sichere und gefahrlose Möglichkeit Geld zwischen den PayPal-Benutzern zu transferieren. Es ist die einzige Möglichkeit, Dienstleister zu bezahlen, die sich im Ausland befinden. Schecks per Post sind eine Sache der Vergangenheit.

6. Zoho: Zoho ist ein indisches Unternehmen, welches sich auf Leistungen zur Produktivitätssteigerung wie Emails, Textverarbeitung, Kalenderführung, Instant Messages, Buchhaltung, Kundenpflege usw. spezialisiert hat. Obwohl sie ein breiteres Angebot als Google Apps haben, ist gerade der Umfang der Angebote etwas verwirrend. Wenn Sie allerdings daran interessiert sind, Ihr gesamtes Unternehmen über das Internet zu leiten, ist Zoho ein guter Anfang. Ich benutze das Unternehmen für meine Buchhaltung und Rechnungslegung, was mir ungefähr $500 im Jahr spart. Deren Basisangebote sind kostenlos.

7. Get Friday: Get Friday ist ein Service, der darauf spezialisiert ist, virtuelle Assistenten zu vermitteln. Wenn Sie sich mit dem Gedanken Outsourcing nicht so recht anfreunden können, empfehle ich Ihnen in hohem Maße mit einem virtuellen Assistenten (VA) zu beginnen. VAs sind bestens dafür geeignet, Kopfschmerzen zu lindern. Sie können Reisevorkehrungen treffen, in Restaurants vorbestellen, im Internet nach den günstigsten Angeboten schauen, Termine vereinbaren, Ihren Kalender verwalten und Marktforschungen durchführen. Bei Get Friday testete ich einen VA für eine Woche und war enttäuscht. Es besteht die Möglichkeit, dass ich mit einem schlechten Assistenten gearbeitet habe. Außerdem glaube ich, dass Get Friday mit $10 pro Stunde ein bisschen teuer ist. Sie werden bei Elance ein besseres Geschäft machen können.

8. Brickworks: Brickworks ist eine Premiumversion von Get Friday. Die Assistenten sind mit $20-$40 pro Stunde teurer, aber sie sind “besser”. Neben den VAs, bieten sie juristische Assistenten, Anlagenforschung und andere Arten professioneller Aufgaben. Ich habe bereits mit Brickworks gearbeitet und denke, dass der Preis den Nutzen überstieg. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Assistenten auf zu viele Leute wie mich verteilt wurden.

Fazit

Wenn Outsourcing so einfach wäre wie ein Paar Schuhe kaufen, würden wir es alle tun. Aber trotz aller Herausforderungen, übersteigen die Vorteile deutlich die Kosten. Die beste Möglichkeit die Vorteile kennenzulernen ist anzufangen…gleich jetzt! Was hält Sie davon ab? Leider gibt es keinen Lehrgang oder ein Buch „Outsourcing für Dummies!“. Der einzige Weg zu lernen ist es auszuprobieren.

Aus meiner Erfahrung hat mir das praktische Outsourcing viele verschiedene neue Möglichkeiten eröffnet, die mir ursprünglich verschlossen waren. Jetzt kann ich meine beschränkten Mittel wirksam einsetzen und Unternehmen aufbauen, die mit den Großmächten der Vergangenheit konkurrieren können.

Wir leben in einer sehr spannenden Zeit, in der die Möglichkeiten nur durch unsere Vorstellung eingeschränkt werden. Sogar jetzt in Zeiten der globalen wirtschaftlichen Verunsicherung, ist es an der Zeit die Gelegenheit beim Schopf zu packen und gegeneinander anzutreten. Träumen Sie, führen Sie Innovationen ein und trauen Sie sich außergewöhnlich zu sein!

Übersetzung von Jana Hoffmann. Lesen Sie den Original-Text in Englisch.

Autor dieses Artikels: Kevin Thompson

Kevin ThompsonKevin Thompson ist Anwalt und Unternehmer. Seine Ansicht über die sich rasch ändernden Bedingungen für Anwälte wurden schon im bekannten Blog, Buzzmachine veröffentlicht. Kevin hat die Kanzlei, The Advocate Group, in Nashville, Tennessee - USA, gegründet und sich auf Zivilrechtsprozesse spezialisiert. Im Februar 2009 ging seine innovative Internet-Plattform für Studenten der Rechtswissenschaften, Advanced Advocates, online.

Auf seinem Blog, Next Generation Law, bespricht Kevin die Herausforderungen der modernen Rechtslandschaft in Artikeln und Videos. Kevin Thompson vernetzt sich gerne mit anderen Menschen auf Social Networking Plattformen wie Facebook, Twitter oder LinkedIn und bespricht auch dort seine Ideen. Er unterstützt zwei Non-Profit Organisationen, All Grace Outreach and EP Books, Inc. Kevin ist ein begeistertet Sportler und war ein all-American im Leichtathletik-Zehnkampf. Sie können Kevin Thompson über seinen Blog kontaktieren.